RustFS vs. S3 in der EU: MinIO ist am Ende – so sieht Ihr Exit-Plan aus.
MinIO wird nicht mehr weiterentwickelt. S3 ist teuer und bindet Sie an US-Infrastruktur. RustFS ist der S3-Ersatz, den Sie 2026 brauchen – bei 15 TB kostet er rund 8.500 €/Jahr statt 268.000 €/Jahr mit S3. Die vollständige Rechnung finden Sie in diesem Artikel.
Update, September 2026: RustFS 1.0 ist GA
Am 16. September 2026 ist RustFS 1.0.0 als erste allgemein verfügbare Version (GA) erschienen. Das Projekt stuft den Kern der Objektspeicherung (S3-API, Multipart-Uploads, Versionierung, Object Lock, Replikation, Verschlüsselung) jetzt als produktionsreif ein. Einige Funktionen sind weiterhin im Preview-Status, darunter S3 Tables und die Kompatibilität mit dem MinIO-Datenformat.
Teile dieses Artikels stammen aus der Alpha-Phase vor GA. Wir haben sie im Oktober 2026 aktualisiert.
Warum MinIO am Ende ist (und was das für Sie bedeutet)
MinIO ist nicht an der Technologie gescheitert, sondern an einer Unternehmensentscheidung: MinIO Inc. investiert nicht mehr in die Open-Source-Version.
Im Dezember 2025 kündigte MinIO Inc. offiziell an, dass das Projekt in den „Wartungsmodus“ übergeht. Übersetzt heißt das: „Wir entwickeln nicht mehr weiter, schalten aber auch nicht offiziell ab.“
Was Wartungsmodus in der Praxis bedeutet:
- Keine neuen Funktionen (Sicherheitspatches kommen vielleicht – eine Garantie gibt es nicht)
- Keine PR-Reviews (Community-Beiträge bleiben liegen)
- Keine garantierten Sicherheitsupdates (wird eine Lücke entdeckt, sind Sie auf sich allein gestellt)
Bereits im Oktober 2025 hatte MinIO die Web-Konsole hinter eine Enterprise-Lizenz für 96.000 $/Jahr gestellt. Die kostenlose Version bietet nur noch eine eingeschränkte Oberfläche – die Verwaltung der eigenen Speichercluster wurde damit schlagartig teuer.
Das war kein Zufall, sondern eine bewusste Entscheidung von MinIO Inc.: Die Nutzer sollen in die kommerzielle Lösung wechseln – oder gehen.
Die Konsequenz: Wer heute MinIO betreibt, betreibt Legacy-Software. Und wer 2026 von S3 zu MinIO migriert, migriert in eine Sackgasse.

Warum S3 so teuer ist
Über die S3-Preise wird viel geklagt – zu Recht. Nur meist über den falschen Punkt.
S3 ist nicht teuer, weil AWS gierig wäre. S3 ist teuer, weil sein Preismodell unvorhersehbar ist. Sie zahlen für Speicher (nachvollziehbar). Sie zahlen für API-Anfragen (noch in Ordnung). Und dann zahlen Sie für Egress – und genau da wird es teuer: 0,09 € pro GB, das AWS verlässt, summieren sich schneller, als die meisten erwarten.
Ein Rechenbeispiel: 15 TB Speicher, 200 TB Transfer pro Monat – typisch für B2B-SaaS-Backups. Das Ergebnis:
Speicher: 15 TB × 0,023 €/GB-Monat = 345 €
Egress: 200 TB × 0,09 €/GB = 18.000 €
API-Aufrufe: 10 Mio. Anfragen × 0,0004 € = 4.000 €
---
MONATLICH: 22.345 €
JÄHRLICH: 268.140 €
Bis zum dritten Jahr summiert sich die Rechnung auf 370.000 € – ohne dass ein einziger Workload dazugekommen wäre. AWS hat lediglich neue Wege gefunden, abzurechnen.
Das zweite Problem ist die Souveränität. Ihre Daten liegen in US-Infrastruktur und unterliegen US-Recht. Sie sagen „Wir sind DSGVO-konform“, weil AWS das sagt. Aber Sie kontrollieren weder das Rechenzentrum noch die Region – und auch nicht den Weg hinaus. Sie mieten Compliance, statt sie zu besitzen.
Für sich genommen ist keines dieser Probleme kritisch. Aber sie verstärken sich gegenseitig.
RustFS: Der MinIO-Nachfolger, der wirklich funktioniert
RustFS ist ein neuer Object-Storage-Server, geschrieben in Rust. Er spricht die S3-API und speichert Ihre Daten genauso wie S3. Der entscheidende Punkt: Er ersetzt MinIO in Ihrer Infrastruktur direkt – ohne eine einzige Zeile Code zu ändern.
Drop-in auf API-Ebene. Ihre Anwendungen laufen ohne Codeänderungen weiter: gleiche S3-API, gleiche SDKs. Bestehende MinIO-Daten ziehen per Kopie um (Bucket-Replikation oder Mirroring), nicht per Binary-Tausch: Die Kompatibilität mit dem MinIO-Datenformat ist in RustFS noch Preview und im Standard-Build deaktiviert, von MinIO verschlüsselte Objekte sind nicht direkt lesbar.
Performance:
- 2,3-mal schneller als MinIO bei kleinen Objekten (4 KB – typisch für Backups, Logs und Metadaten)
- Volle S3-Kompatibilität (Versionierung, WORM-Compliance, Verschlüsselung, Replikation)
- Komplettes Binary unter 100 MB (läuft auf ARM, im VPS und im Rechenzentrum)
- Apache-2.0-Lizenz (keine AGPL-Überraschungen)
Der Haken: RustFS ist erst seit dem 16. September 2026 GA (Version 1.0.0). Das Projekt stuft den S3-Kern als produktionsreif ein, einige Funktionen sind aber noch im Preview-Status, darunter S3 Tables und die Kompatibilität mit dem MinIO-Datenformat. Die Betriebshistorie ist im Vergleich zu Ceph kurz.
Warum also überhaupt darüber schreiben?
Weil RustFS die Zukunft dieser Kategorie ist. MinIO wird nicht weiterentwickelt. SeaweedFS ist produktionsreif, wurde aber für andere Prioritäten gebaut (Milliarden kleiner Dateien, nicht Backup-Szenarien). Und Garage ist zu nischig (geo-verteilter Homelab-Speicher, AGPL-Lizenz).
RustFS füllt genau diese Lücke: der geistige Nachfolger von MinIO, gebaut für denselben Anwendungsfall (S3-Ersatz) – aber sauberer entworfen und aktiv gepflegt.
Realistischer Zeitplan:
- 29. April 2026: Wechsel von Alpha zu Beta
- 16. September 2026: RustFS 1.0.0, die erste GA-Version. Der S3-Kern ist produktionsreif
- Als Nächstes: Preview-Funktionen (S3 Tables, MinIO-Datenformat) werden stabil. Prüfen Sie die Release Notes, bevor Sie sich darauf verlassen
Wenn Sie heute auf S3 sind und unter den Kosten leiden, haben Sie drei Optionen:
- RustFS 1.0 selbst betreiben (freie Lizenz, Betrieb und Bereitschaft übernimmt Ihr Team)
- Zu SeaweedFS oder Ceph wechseln (längere Produktionshistorie, andere Architektur)
- Managed RustFS nutzen (wir übernehmen den Betrieb: 24/7-Support, Patches, 99,9 % SLA)
Die echten Zahlen: TCO-Vergleich

Szenario: Deutsches SaaS-Unternehmen, 15 TB Speicher, 200 TB Egress pro Monat (typisches B2B-SaaS-Backup-Szenario)
AWS S3 (Preise 2026)
Speicher: 15 TB × 0,023 €/GB-Monat = 345 €
Egress: 200 TB × 0,09 €/GB = 18.000 €
API-Aufrufe: 10 Mio. Anfragen × 0,0004 € = 4.000 €
---
MONATLICH: 22.345 €
JÄHRLICH: 268.140 €
Bis zum dritten Jahr summiert sich die Rechnung auf 370.000 € – ohne dass ein einziger Workload dazugekommen wäre. AWS hat lediglich neue Wege gefunden, abzurechnen.
RustFS Self-Hosted (DIY)
Infrastruktur: 7.200 €/Jahr
DevOps-Gehalt (1 VZÄ): 60.000 €/Jahr
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JÄHRLICH: 67.200 €
Der Haken dabei: Sie stellen einen Vollzeit-DevOps-Engineer ein, nur um RustFS zu betreiben. Und wer selbst betreibt:
- betreibt eine junge Storage-Engine (GA seit September 2026) in der Produktion allein
- ist selbst für Sicherheitspatches verantwortlich
- trägt die Verantwortung, wenn um 2 Uhr nachts etwas ausfällt
RustFS Managed (Hostzero)
Nutzungsbasierter Preis: 0,03 €/GB/Monat
Einmalige Einrichtung: 3.000 €
Für das 15-TB-Szenario:
15.360 GB × 0,03 €/Monat × 12 Monate = 5.529,60 €/Jahr
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ERSTES JAHR: 8.529,60 € (5.529,60 € + 3.000 € Einrichtung)
AB JAHR 2: 5.529,60 €/Jahr
Inklusive: Betrieb, Support, Sicherheitspatches, Monitoring, Backups, SLA 99,9 %, 24/7-Reaktion.
Ihre Daten gehören Ihnen: kein Lock-in, volle Autonomie, jederzeit migrierbar.
Warum Managed unterm Strich günstiger ist:
DIY setzt einen Vollzeit-DevOps-Engineer voraus (60.000 €/Jahr). Managed RustFS kostet rund 5.500 €/Jahr – für dieselbe Infrastruktur plus professionellen Betrieb.
Was Sie bekommen:
- 24/7-Support (wir übernehmen das Betriebsrisiko: Patches, Upgrades, Monitoring, Bereitschaft)
- Sicherheitspatches (umgehende Reaktion)
- SLA mit 99,9 % garantierter Verfügbarkeit
- Ihre Daten bleiben Ihre (kein Lock-in, volle Autonomie, jederzeit migrierbar)
- Ihr Team konzentriert sich auf das Produkt, nicht auf den Betrieb
Die Kosten im Zeitverlauf
Jahr | S3 | DIY RustFS | Managed RustFS |
1 | 268.000 € | 67.200 € | 8.500 € |
2 | 295.000 € | 67.200 € | 5.530 € |
3 | 370.000 € | 67.200 € | 5.530 € |
4 | 430.000 € | 67.200 € | 5.530 € |
5 | 500.000+ € | 67.200 € | 5.530 € |
GESAMT | 1,86 Mio. € | 336.000 € | 30.650 € |
|---|
Die Rechnung ist eindeutig. Bei 15 TB ist Managed RustFS im ersten Jahr rund 31-mal günstiger als S3 (268.000 € vs. 8.530 €, inklusive Setup).
Managed ist schon im ersten Jahr günstiger als DIY (8.500 € vs. 67.200 €).
Ab dem zweiten Jahr ist Managed 53-mal günstiger als S3 – ohne dass Sie einen Cent in zusätzliches Personal gesteckt haben.
Migrationspfad: Von S3 zu RustFS (der realistische Zeitplan)
Gesamtdauer: sechs Wochen. Ausfallzeit: null (bei sauberer Durchführung).
Woche 1–2: Planung
- S3-Buckets auditieren (Gesamtgröße, Zugriffsmuster, Datensensibilität)
- Daten klassifizieren (was bleibt hot, was geht ins Archiv)
- RustFS-Infrastruktur planen (Anzahl der Nodes, physischer Standort)
- Falls erforderlich, DSGVO-Verifizierung anstoßen (das übernimmt Hostzero)
Woche 3–5: Migration
- RustFS parallel zu S3 deployen (die Produktion bleibt unangetastet)
- Dual-Write aktivieren: Neue Daten landen parallel in S3 und RustFS
- Bestandsdaten über einen dedizierten Netzwerklink kopieren (ca. 2 Wochen für 15 TB über eine Hetzner-Anbindung)
- Anwendung gegen die RustFS-Endpunkte testen (alle S3-API-Aufrufe müssen funktionieren)
- Datenintegrität per Prüfsummen verifizieren (kritischer Schritt – nicht überspringen)
Woche 6: Cutover
- Lesezugriffe der Anwendung auf RustFS umschalten
- S3 für 30 Tage als Read-only-Fallback behalten (Sicherheitsnetz)
- RustFS-Performance überwachen (sie wird besser sein – geringere Latenz nach Frankfurt)
- S3 nach 30 Tagen abschalten
Entscheidungshilfe: Wann migrieren, wann warten?
Migrieren Sie jetzt zu RustFS, wenn:
- Ihre AWS-Rechnung 200.000 €/Jahr überschritten hat (die Zahlen sprechen für sich)
- Sie EU-Anforderungen an den Datenstandort haben (strikte DSGVO-Auslegung)
- Sie eine Exit-Strategie aus dem AWS-Lock-in wollen
- Sie aktuell MinIO betreiben und kurzfristig einen Migrationspfad brauchen (DIY oder Managed)
Wählen Sie stattdessen Ceph oder SeaweedFS, wenn:
- Sie Block- oder File-Storage brauchen, nicht nur S3
- Sie eine Produktionshistorie von mehr als einigen Monaten brauchen
- Sie Funktionen brauchen, die bei RustFS noch Preview sind (S3 Tables, MinIO-Daten direkt weiterverwenden)
Bleiben Sie auf S3, wenn:
- Sie weniger als 5 TB speichern und langsam wachsen (der Kostenunterschied fällt kaum ins Gewicht)
- Sie die Integration ins AWS-Ökosystem brauchen (Lambda, Glue, SageMaker etc.)
- Ihnen „Set and forget“ wichtiger ist als Kostenoptimierung
- Ihre Compliance-Anforderungen keinen EU-Datenstandort verlangen
Klartext: Sollten Sie RustFS 2026 einsetzen?
In der Produktion: ja, mit schrittweiser Einführung.
Seit Version 1.0 (September 2026) ist RustFS GA, und der S3-Kern ist für Produktionsverkehr freigegeben. Im Vergleich zu Ceph oder SeaweedFS ist das Projekt jung: weniger Runbooks, weniger Backup-Integrationen, weniger Engineers mit Betriebserfahrung im großen Maßstab.
Ein sinnvoller Weg:
- Mit Backups, Logs und anderen unkritischen Buckets beginnen
- Im Staging mit Ihren echten S3-Aufrufen testen, bevor Sie Lesezugriffe umstellen
- Preview-Funktionen (S3 Tables, MinIO-Datenformat) vorerst nicht in der Produktion nutzen
Ihre Optionen:
- RustFS 1.0 selbst betreiben, wenn Sie das Ops-Team dafür haben
- SeaweedFS oder Ceph wählen, wenn Sie lange Produktionserfahrung oder Block-Storage brauchen
- Managed RustFS nutzen (wir betreiben den Cluster in Frankfurt, mit 24/7-Support und 99,9 % SLA)
Warum Managed RustFS den Unterschied macht
Die Lücke zwischen „kostenlos, aber riskant“ (DIY RustFS) und „stabil, aber teuer“ (S3) ist real. Managed RustFS schließt sie.
Was sich mit Managed ändert:
- Wir übernehmen das Betriebsrisiko – Hat RustFS ein Sicherheitsproblem, patchen wir sofort. Nicht Sie.
- Wir übernehmen den Betrieb – Ihr Team baut das Produkt. Wir kümmern uns um die Infrastruktur.
- Sie bekommen ein SLA – 99,9 % garantierte Verfügbarkeit. Bei DIY bekommen Sie das, was Ihr Dienstleister gerade leisten kann.
- Sie sind nie gebunden – Ihre Daten sind portabel. Sie können RustFS jederzeit selbst weiterbetreiben. Kein Lock-in.
Für rund 5.500 €/Jahr bei 15 TB (0,03 €/GB/Monat plus einmalig 3.000 € Setup) erhalten Sie:
- Rechenzentrum Frankfurt (Daten in Deutschland, geringe Latenz, erneuerbare Energie)
- 24/7-Support (echte Menschen, keine Chatbots)
- Monitoring + Alerting (Sie sehen Ihre Daten, wir sehen den Rest)
- Backups + Disaster Recovery (regelmäßig getestet, einsatzbereit)
- Sicherheitspatches (sofort eingespielt)
- Migrationsunterstützung (wir übernehmen den Datenumzug)
Das Fazit
MinIO kommt nicht zurück. MinIO Inc. hat eine Geschäftsentscheidung getroffen – und drängt seine Nutzer nun hinaus.
Ihre Optionen:
- Auf S3 bleiben und die Kosten akzeptieren (268.000 €/Jahr sind erst der Anfang)
- Jetzt zu SeaweedFS wechseln (ausgereift und bewährt, aber andere Architektur)
- Sie brauchen Block-Storage oder Produktionsreife sofort? Nutzen Sie einen Ceph-Cluster, den wir in Frankfurt betreiben (S3-, Block- und File-Storage auf einem ausgereiften Open-Source-Cluster)
- RustFS 1.0 selbst betreiben, wenn Sie das Ops-Team dafür haben
- Heute schon Managed RustFS nutzen (die Zukunft schon jetzt – mit Support und SLA)
Wenn Sie seit Jahren MinIO betreiben oder die Migration weg von S3 planen, ist die Antwort klar: RustFS 1.0 ist GA. Für die meisten Teams ist Managed RustFS 2026 der kürzeste Weg: produktionsreifer Kern, den Betrieb übernehmen wir.
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