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RustFS vs. S3 in der EU: MinIO ist am Ende – so sieht Ihr Exit-Plan aus.

MinIO is dead. S3 is expensive and locks you into US infrastructure. RustFS is the S3 replacement you need in 2026—at 15TB, it costs €8.5k/year vs S3's €268k/year. Complete breakdown inside.

Hostzero Team
Juni 2026

Warum MinIO am Ende ist (und was das für Sie bedeutet)

MinIO ist nicht an der Technologie gescheitert, sondern an einer Unternehmensentscheidung: MinIO Inc. investiert nicht mehr in die Open-Source-Version.

Im Dezember 2025 kündigte MinIO Inc. offiziell an, dass das Projekt in den „Wartungsmodus“ übergeht. Übersetzt heißt das: „Wir entwickeln nicht mehr weiter, schalten aber auch nicht offiziell ab.“

Was Wartungsmodus in der Praxis bedeutet:

  • Keine neuen Funktionen (Sicherheitspatches kommen vielleicht – eine Garantie gibt es nicht)
  • Keine PR-Reviews (Community-Beiträge bleiben liegen)
  • Keine garantierten Sicherheitsupdates (wird eine Lücke entdeckt, sind Sie auf sich allein gestellt)

Bereits im Oktober 2025 hatte MinIO die Web-Konsole hinter eine Enterprise-Lizenz für 96.000 $/Jahr gestellt. Die kostenlose Version bietet nur noch eine eingeschränkte Oberfläche – die Verwaltung der eigenen Speichercluster wurde damit schlagartig teuer.

Das war kein Zufall, sondern eine bewusste Entscheidung von MinIO Inc.: Die Nutzer sollen in die kommerzielle Lösung wechseln – oder gehen.

Die Konsequenz: Wer heute MinIO betreibt, betreibt Legacy-Software. Und wer 2026 von S3 zu MinIO migriert, migriert in eine Sackgasse.

MinIO timeline: from production standard to maintenance mode (Dec 2025) with web UI locked behind $96k/year paywall

Warum S3 so teuer ist

Über die S3-Preise wird viel geklagt – zu Recht. Nur meist über den falschen Punkt.

S3 ist nicht teuer, weil AWS gierig wäre. S3 ist teuer, weil sein Preismodell unvorhersehbar ist. Sie zahlen für Speicher (nachvollziehbar). Sie zahlen für API-Anfragen (noch in Ordnung). Und dann zahlen Sie für Egress – und genau da wird es teuer: 0,09 € pro GB, das AWS verlässt, summieren sich schneller, als die meisten erwarten.

Ein Rechenbeispiel: 15 TB Speicher, 200 TB Transfer pro Monat – typisch für B2B-SaaS-Backups. Das Ergebnis:

Speicher: 15 TB × 0,023 €/GB-Monat = 345 €

Egress:   200 TB × 0,09 €/GB   = 18.000 €

API-Aufrufe: 10 Mio. Anfragen × 0,0004 € = 4.000 €

---

MONATLICH: 22.345 €

JÄHRLICH:  268.140 €

Bis zum dritten Jahr summiert sich die Rechnung auf 370.000 € – ohne dass ein einziger Workload dazugekommen wäre. AWS hat lediglich neue Wege gefunden, abzurechnen.

Das zweite Problem ist die Souveränität. Ihre Daten liegen in US-Infrastruktur und unterliegen US-Recht. Sie sagen „Wir sind DSGVO-konform“, weil AWS das sagt. Aber Sie kontrollieren weder das Rechenzentrum noch die Region – und auch nicht den Weg hinaus. Sie mieten Compliance, statt sie zu besitzen.

Für sich genommen ist keines dieser Probleme kritisch. Aber sie verstärken sich gegenseitig.

RustFS: Der MinIO-Nachfolger, der wirklich funktioniert

RustFS ist ein neuer Object-Storage-Server, geschrieben in Rust. Er spricht die S3-API und speichert Ihre Daten genauso wie S3. Der entscheidende Punkt: Er ersetzt MinIO in Ihrer Infrastruktur direkt – ohne eine einzige Zeile Code zu ändern.

Drop-in Binary Replacement. Das heißt konkret:

  1. MinIO-Server stoppen
  2. Binary durch RustFS ersetzen
  3. Neu starten
  4. Daten, Buckets und Konfiguration bleiben erhalten

Keine Migrationsskripte. Kein Kopieren von Daten. Keine Ausfallzeit.

Performance:

  • 2,3-mal schneller als MinIO bei kleinen Objekten (4 KB – typisch für Backups, Logs und Metadaten)
  • Volle S3-Kompatibilität (Versionierung, WORM-Compliance, Verschlüsselung, Replikation)
  • Komplettes Binary unter 100 MB (läuft auf ARM, im VPS und im Rechenzentrum)
  • Apache-2.0-Lizenz (keine AGPL-Überraschungen)

Der Haken: RustFS ist Alpha-Software. Die offizielle Dokumentation sagt ausdrücklich: „Bitte NICHT in Produktionsumgebungen einsetzen.“ Das Projekt ist erst 18 Monate alt – reif genug zum Evaluieren, aber nicht im großen Maßstab erprobt wie SeaweedFS, das seit 2015 produktiv läuft.

Warum also überhaupt darüber schreiben?

Weil RustFS die Zukunft dieser Kategorie ist. MinIO wird nicht weiterentwickelt. SeaweedFS ist produktionsreif, wurde aber für andere Prioritäten gebaut (Milliarden kleiner Dateien, nicht Backup-Szenarien). Und Garage ist zu nischig (geo-verteilter Homelab-Speicher, AGPL-Lizenz).

RustFS füllt genau diese Lücke: der geistige Nachfolger von MinIO, gebaut für denselben Anwendungsfall (S3-Ersatz) – aber sauberer entworfen und aktiv gepflegt.

Realistischer Zeitplan:

  • 2026: RustFS ist noch Alpha. Nicht in die Produktion – aber im Staging testen und Erfahrung sammeln.
  • 2027: RustFS erreicht voraussichtlich den stabilen Status. Die Migration von MinIO wird trivial.
  • 2028: RustFS etabliert sich als De-facto-Nachfolger von MinIO.

Wenn Sie heute auf S3 sind und unter den Kosten leiden, haben Sie drei Optionen:

  1. Auf RustFS warten (kostenlos, aber riskant und ohne Managed Support)
  2. Jetzt zu SeaweedFS wechseln (ausgereift und produktionsbewährt, aber andere Architektur)
  3. Managed RustFS nutzen (Sie zahlen für den Betrieb und erhalten Stabilität und Support, während RustFS reift)
5-year TCO comparison: AWS S3 escalates to €500k+, while RustFS self-hosted stays at €41k/year and managed RustFS at €96k/year

Szenario: Deutsches SaaS-Unternehmen, 15 TB Speicher, 200 TB Egress pro Monat (typisches B2B-SaaS-Backup-Szenario)

AWS S3 (Preise 2026)

Speicher: 15 TB × 0,023 €/GB-Monat = 345 €

Egress:   200 TB × 0,09 €/GB   = 18.000 €

API-Aufrufe: 10 Mio. Anfragen × 0,0004 € = 4.000 €

---

MONATLICH: 22.345 €

JÄHRLICH:  268.140 €

Bis zum dritten Jahr summiert sich die Rechnung auf 370.000 € – ohne dass ein einziger Workload dazugekommen wäre. AWS hat lediglich neue Wege gefunden, abzurechnen.

RustFS Self-Hosted (DIY)

Infrastruktur: 7.200 €/Jahr

DevOps-Gehalt (1 VZÄ): 60.000 €/Jahr

---

JÄHRLICH: 67.200 €

Der Haken dabei: Sie stellen einen Vollzeit-DevOps-Engineer ein, nur um RustFS zu betreiben. Und wer selbst betreibt:

  • setzt in der Produktion auf Alpha-Software
  • ist selbst für Sicherheitspatches verantwortlich
  • trägt die Verantwortung, wenn um 2 Uhr nachts etwas ausfällt

RustFS Managed (Hostzero)

Nutzungsbasierter Preis: 0,03 €/GB/Monat

Einmalige Einrichtung: 3.000 €

Für das 15-TB-Szenario:

  15.360 GB × 0,03 €/Monat × 12 Monate = 5.529,60 €/Jahr

---

ERSTES JAHR: 8.529,60 € (5.529,60 € + 3.000 € Einrichtung)

AB JAHR 2:   5.529,60 €/Jahr

Inklusive: Betrieb, Support, Sicherheitspatches, Monitoring, Backups, SLA 99,9 %, 24/7-Reaktion.

Ihre Daten gehören Ihnen: kein Lock-in, volle Autonomie, jederzeit migrierbar.

Warum Managed unterm Strich günstiger ist:

DIY setzt einen Vollzeit-DevOps-Engineer voraus (60.000 €/Jahr). Managed RustFS kostet rund 5.500 €/Jahr – für dieselbe Infrastruktur plus professionellen Betrieb.

Was Sie bekommen:

  • 24/7-Support (wir tragen das Risiko der Alpha-Software)
  • Sicherheitspatches (umgehende Reaktion)
  • SLA mit 99,9 % garantierter Verfügbarkeit
  • Ihre Daten bleiben Ihre (kein Lock-in, volle Autonomie, jederzeit migrierbar)
  • Ihr Team konzentriert sich auf das Produkt, nicht auf den Betrieb

Die Kosten im Zeitverlauf

Jahr

S3

DIY RustFS

Managed RustFS

1

€268k

€67k

€8.5k

2

€295k

€67k

€5.5k

3

€370k

€67k

€5.5k

4

€430k

€67k

€5.5k

5

€500k+

€67k

€5.5k

TOTAL

€1.86M

€335k

€32.6k

Die Rechnung ist eindeutig. Bei 15 TB ist Managed RustFS im ersten Jahr 57-mal günstiger als S3.

DIY kostet im ersten Jahr 67.000 € gegenüber 8.500 € für Managed – und setzt zusätzlich einen Vollzeit-DevOps-Engineer voraus.

Ab dem zweiten Jahr ist Managed 53-mal günstiger als S3 – ohne dass Sie einen Cent in zusätzliches Personal gesteckt haben.

Migrationspfad: Von S3 zu RustFS (der realistische Zeitplan)

Gesamtdauer: sechs Wochen. Ausfallzeit: null (bei sauberer Durchführung).

Woche 1–2: Planung

  • S3-Buckets auditieren (Gesamtgröße, Zugriffsmuster, Datensensibilität)
  • Daten klassifizieren (was bleibt hot, was geht ins Archiv)
  • RustFS-Infrastruktur planen (Anzahl der Nodes, physischer Standort)
  • Falls erforderlich, DSGVO-Verifizierung anstoßen (das übernimmt Hostzero)

Woche 3–5: Migration

  • RustFS parallel zu S3 deployen (die Produktion bleibt unangetastet)
  • Dual-Write aktivieren: Neue Daten landen parallel in S3 und RustFS
  • Bestandsdaten über einen dedizierten Netzwerklink kopieren (ca. 2 Wochen für 15 TB über eine Hetzner-Anbindung)
  • Anwendung gegen die RustFS-Endpunkte testen (alle S3-API-Aufrufe müssen funktionieren)
  • Datenintegrität per Prüfsummen verifizieren (kritischer Schritt – nicht überspringen)

Woche 6: Cutover

  • Lesezugriffe der Anwendung auf RustFS umschalten
  • S3 für 30 Tage als Read-only-Fallback behalten (Sicherheitsnetz)
  • RustFS-Performance überwachen (sie wird besser sein – geringere Latenz nach Frankfurt)
  • S3 nach 30 Tagen abschalten

Entscheidungshilfe: Wann migrieren, wann warten?

Migrieren Sie jetzt zu RustFS, wenn:

  • Ihre AWS-Rechnung 200.000 €/Jahr überschritten hat (die Zahlen sprechen für sich)
  • Sie EU-Anforderungen an den Datenstandort haben (strikte DSGVO-Auslegung)
  • Sie eine Exit-Strategie aus dem AWS-Lock-in wollen
  • Sie aktuell MinIO betreiben und kurzfristig einen Migrationspfad brauchen (DIY oder Managed)

Warten Sie auf ein stabiles RustFS (2027), wenn:

  • Sie aktuell MinIO betreiben (nicht zweimal migrieren: auf das stabile RustFS warten und dann einmal wechseln)
  • Sie weniger als 10 TB speichern (der Kostenvorteil schrumpft deutlich)
  • Sie heute Produktionsstabilität brauchen (setzen Sie stattdessen auf das bewährte SeaweedFS)
  • Ihrem Team DevOps-Expertise fehlt und Managed Support nicht im Budget ist

Bleiben Sie auf S3, wenn:

  • Sie weniger als 5 TB speichern und langsam wachsen (der Kostenunterschied fällt kaum ins Gewicht)
  • Sie die Integration ins AWS-Ökosystem brauchen (Lambda, Glue, SageMaker etc.)
  • Ihnen „Set and forget“ wichtiger ist als Kostenoptimierung
  • Ihre Compliance-Anforderungen keinen EU-Datenstandort verlangen

Klartext: Sollten Sie RustFS 2026 einsetzen?

In der Produktion: nein.

RustFS ist Alpha-Software. Sinnvoll ist der Einsatz für:

  • Staging-Umgebungen (den Migrationspfad testen, bevor Sie sich festlegen)
  • Entwicklungscluster (Erfahrung mit der Technologie sammeln)
  • Proof-of-Concept-Migrationen (prüfen, ob der Drop-in-Ersatz mit Ihrem Setup funktioniert)

Aber setzen Sie Ihre Produktionsdaten nicht auf Alpha-Software. Ihre Optionen:

  1. Auf S3 bleiben und für 2027 planen (wenn RustFS voraussichtlich den Stable-Status erreicht)
  2. Jetzt SeaweedFS einsetzen (produktionsreif seit 2015, bewährt in Projekten wie Kubeflow)
  3. Managed RustFS nutzen (Hostzero trägt das Alpha-Risiko – Sie erhalten 24/7-Support und ein SLA)

Warum Managed RustFS den Unterschied macht

Die Lücke zwischen „kostenlos, aber riskant“ (DIY RustFS) und „stabil, aber teuer“ (S3) ist real. Managed RustFS schließt sie.

Was sich mit Managed ändert:

  • Wir tragen das Risiko – Hat RustFS ein Sicherheitsproblem, patchen wir sofort. Nicht Sie.
  • Wir übernehmen den Betrieb – Ihr Team baut das Produkt. Wir kümmern uns um die Infrastruktur.
  • Sie bekommen ein SLA – 99,9 % garantierte Verfügbarkeit. Bei DIY bekommen Sie das, was Ihr Dienstleister gerade leisten kann.
  • Sie sind nie gebunden – Ihre Daten sind portabel. Sie können RustFS jederzeit selbst weiterbetreiben. Kein Lock-in.

Was Sie bekommen:

  • Rechenzentrum Frankfurt (Daten in Deutschland, geringe Latenz, erneuerbare Energie)
  • 24/7-Support (echte Menschen, keine Chatbots)
  • Monitoring + Alerting (Sie sehen Ihre Daten, wir sehen den Rest)
  • Backups + Disaster Recovery (regelmäßig getestet, einsatzbereit)
  • Sicherheitspatches (sofort eingespielt)
  • Migrationsunterstützung (wir übernehmen den Datenumzug)

Das Fazit

MinIO kommt nicht zurück. MinIO Inc. hat eine Geschäftsentscheidung getroffen – und drängt seine Nutzer nun hinaus.

Ihre Optionen:

  1. Auf S3 bleiben und die Kosten akzeptieren (268.000 €/Jahr sind erst der Anfang)
  2. Jetzt zu SeaweedFS wechseln (ausgereift und bewährt, aber andere Architektur)
  3. Warten, bis RustFS stabil ist (besser, schneller, S3-kompatibel – aber noch mindestens 12 Monate entfernt)
  4. Heute schon Managed RustFS nutzen (die Zukunft schon jetzt – mit Support und SLA, während RustFS stabil wird)

Wenn Sie seit Jahren MinIO betreiben oder die Migration weg von S3 planen, ist die Antwort klar: RustFS ist die Zukunft. Aber RustFS mit Managed Support ist 2026 der vernünftige Weg.

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